Transsib-blog

15.000 Kilometer allein mit Baby von München durch Sibirien und die Mongolei bis nach Peking auf der Suche nach einem individuellen zeitgemäßen Verständnis von Familie – auf diese Reise begibt sich Julia mit ihrem 9 Monate alten Sohn Levi.

Lesen Sie jeden einzelnen Tag nach. Staunen und fiebern Sie mit:

  • 31 Aug 2011: Wir sind dann mal loooos!!!!
     Aufgeregt und schwer bepackt gehts heute los nach St. Petersburg! Ich bin gespannt, wieviel von dem ganzen Zeug ich in den Zug mitnehmen darf…
  • 31 Aug 2011: Wenn ich auch 1000 Lieder vom Vermissen schreib…
    Ich sitze im Taxi auf dem Weg zum Flughafen. Sohni schlaeft und ich bekomme dieses Lied nicht aus dem Kopf. Ich vermisse mein Leben in München jetzt schon. Heul…
  • 01 Sep 2011: Ankunft in St. Petersburg
     Petersburg – der Flughafen ist eher eine Flughafenbaracke und passt so gar nicht zu einer pulsierenden Metropole. Ich bin verwirrt…
  • 01 Sep 2011: Vollzeitmütter, ich zieh’ den Hut vor euch!
    Levi macht endlich seinen ersten Tagesschlaf. Jetzt habe ich x Minuten Zeit zu duschen und Reisefuehrer zu lesen, um Pläne für den Tag zu machen….vermutlich das berühmte Cafe des Hotel Europe – da muss ich nur 4 Stockwerke runter. Und dann das russische Museum -es troepfelt und das liegt auf der anderen Strassenseite…
  • 01 Sep 2011: Petersburg, wo sind Deine Kinder?
     Also, Petersburg bei 50% Regen ist mit Kinderwagen schon eine Herausforderung. Obwohl Levi sich 1a mit Stern schlägt. Er klappt Türen auf und zu, und Schubladen…
  • 04 Sep 2011: Die Faszination Wasser scheint vererbbar…
     Levi schwimmt gerne. Wie jedes Baby. Dachte ich. Seit heute denke ich, dass er, wie ich, eine besondere Beziehung zum Wasser hat…
  • 05 Sep 2011: Papa besucht uns
    Es klopft an der Hotelzimmertuer. Levi unterbricht sein Spiel, den Hotelkuschelbaeren herumzuschubsen und schaut mich an. Wir oeffnen die Tuer…
  • 06 Sep 2011: Gelbsuchtalarm!!!
    Levi, Markus und ich sitzen hinten in diesem kleinen Boot aus dunklem Holz Und lassen uns von Petr und Stephan durch die Kanäle von Petersburg gondeln. Das Abendliche Licht taucht alles, was wir sehen in einen fetten goldenen Schleier. Die Schönheit dieser Stadt vom Wasser aus betrachtet wird dadurch fast unwirklich. Märchenhaft…
  • 07 Sep 2011: Danke für den Tipp Elena!
    Elena haben wir auf der Volga-Volga getroffen. Sie organisiert Luxusevents in Petersburg und erholt sich gerade von der Hochzeit eines französischen Millionärs mit einem Model aus Petersburg.  Da ich -wir- Meerfans sind und Elena das Sansibargen zu haben scheint frage ich Sie nach einer Empfehlung für die nahe Ostsee. Echtes Wasser!
    Makrel! In Repino…
  • 07 Sep 2011: Abfahrt zur ersten Mutter- Sohn-Abenteuerreise
     Entgegen aller Warnungen wird das Gepaeck beim Einsteigen nicht gewogen. Voellig umsonst habe ich beim Packen der Babygläschen, Windeln Und Wechselstrampler darauf geachtet…
  • 08 Sep 2011: Levis erste Zugbekanntschaft
    5 Minuten, nachdem Levi im Zug aufgewacht ist hat er die erste Zugbekanntschaft gemacht: Rita. 3 Jahre alt. Kurze braune Haare, grünes Kleid, weiße Strumpfhose…
  • 09 Sep 2011: Ganz schoen spannend, dieser Transsibauftakt!
     Ritas Vater fragt: “Julia, where are you from?” Ich zeige ihm München auf Levis aufblasbarer Schwimmballweltkugel. Dann zeige ich auf Irkutzk. 20 cm weiter rechts unten. Wir lachen. Levi zupft an meinem Hosenbein und mäht… 
  • 09 Sep 2011: Abenteuer Zugtoilette
    In den Zugtoiletten ist kein Platz für mich und Levi im Maxicosi!!!! Als Levi wach ist, probiere ich es ohne Maxicosi. Nehme meinen Seesack mit rein und setze Levi drauf. Es wackelt. Er schaut schockiert. Dann belustigt. Und will losklettern…
  • 10 Sep 2011: Warum mache ich das???
     Levi schläft. Ich stopfe einen Marsriegel in mich hinein. Seit einer gefühlten Ewigkeit rattern wir an Birken vorbei. Nur aufgelockert von hie und da eingestreuten Baumstammhäusern…
  • 10 Sep 2011: Aus der Zeit gefallen
    Die Zeit in der Transsib ist irgendwie Auszeit von allem. Vom normalen Leben, Lebensrhythmus. Von Sprache und gewohnter Kommunikation. Ich bin den ganzen Zug abgegangen. Kein Tourist – was cool ist. Irgendwie. Aber auch keine englisch-oder sonstige Fremdsprachenkenntnisse, die zu meinen kompatibel wären…
  • 11 Sep 2011: Vergessen Sie es!
     Und “unmöglich”. Das waren unisono die Antworten diverser Transsib-Spezialreiseveranstalter, als ich diese 2,5 Wochen vor geplanter Abreise mit meinem Vorhaben und der Bitte um Unterstuetzung kontaktierte…
  • 12 Sep 2011: Leuchtende Augen
    Für eine Nacht und einen Morgen sind Juri, der Koch, seine Tochter Paulina und seine Frau Katarina zu Gast in unserer Petersburg – Irkutzk Waggon Familie. Olga ruft ihn zu uns rüber, um zu übersetzen…
  • 13 Sep 2011: Zugkoller zweiten Grades, mindestens!!!
     Heute wache ich um 4 Uhr morgens auf. Moskauer Zeit. Die wird nämlich unabhängig von der Zeitzone, in der wir uns befinden im Zug angezeigt. Und auf den Bahnsteigen auch…
  • 14 Sep 2011: Olga forever!!
     Ich bin echter Olga Fan. Levi auch. Heute morgen krabbelt er ganz vor, zum Samovar, hinter dem rechts Olgas und Marinas Abteil liegt. Wie immer bremse ich ihn vor dem Samovar, da wo der Teppich aufhört, ab. Er wehrt sich, wie immer, denke ich…
  • 15 Sep 2011: Ich verstehe sie nicht, die Russen…
    Sie hat mich angebrüllt. Und die Tür hinter mir und Levi geknallt! Und sie heisst auch noch Julia. Im Reflex fluche ich zurück und knalle  meinerseits mit der Tür. Ich habe ja von der russischen Eigenart gelesen, immer grimmig gelangweilt dreinzuschauen und viel zu schimpfen…
  • 16 Sep 2011: Ich habe nicht viel Zeit aus dem Fenster zu schauen…
     Irgendwie bin ich mehr mit den anderen Menschen und Levi beschäftigt. Viel zu sehen gibt es, glaube ich, eh nicht…
  •  17 Sep 2011: So geht Moskau mit Wettbewerb um…
     Tatianas kleinen Augen blitzen. Der Rest ihres Körpers hat eher die Ausstrahlung einer Schildkröte. Der Zug mit dem wir gerade in Irkutzk gelandet sind hieß bis vor 2 Jahren noch Baikal Express und war, im Gegensatz zu allen anderen russischen Zügen strahlendblau. Baikalblau…
  • 19 Sep 2011: Duschen wird überbewertet
     Wir sind drauf reingefallen. Obwohl wir es besser hätten wissen können. Die letzten Tage im Zug haben wir nach Moskauer Zeit gelebt…
  • 20 Sep 2011: Rote Plastikstuehle auf sibirischer Lärche…
    Vorne der Baikalsee, rechts und links der Hafen Listwjankas. Zum zweiten Mal sitzen Levi und ich auf der Terasse der Hafenkneipe…
  • 21 Sep 2011: Russische Krankenhäuser will man echt nicht von Innen sehen…
     Aber ehrlich gesagt, schlimmer als die Urologie in Harlaching war es nicht. Aber da will ich auch nicht nochmal hin…
  • 22 Sep 2011: Natascha
     Auf 50 Meter Entfernung zieht mich diese Gestalt in ihren Bann. Rote Fleecejacke, rote Mütze mit gelben langen breiten Bändern, wie sie besonders lustige Gestalten manchmal beim Skifahren tragen, ähnlich stylisch wie die Mätzen mit den roten Haaren…
  • 23 Sep 2011: Wie nach einer genialen Vorspeise und dem ersten Glas Wein…
     Ich fühle mich als Laienschauspielermutter. Das gebe ich auch offen gegenüber Levi zu. Ich kenne kaum Vorbilder hinsichtlich einer für mich passenden Mutterrolle, kaum Muster und Regeln aus irgendwelchen Büchern mit denen ich mich identifizieren möchte…
  • 24 Sep 2011: Abschiedsschmerz
     Levi hockt vor der gepackten Tasche. Schiebt seine Nase vor, zappelt, legt seine Hände oben auf die Tasche, stellt sich auf. Schaut sich nach mir um. Ist immer wieder stolz, wenn er steht. Seit Monaten. Ich auch…
  • 25 Sep 2011: Ich bin an einer Grenze
     Irkutzk ist kalt, windig, nicht wirklich schön. Paris Sibiriens? Keine Ahnung, warum. Abgesehen davon bin ich auch kein wirklicher Paris-Fan. Dennoch: das Paris Südamerikas – Buenos Aires – fasziniert mich ungemein…
  • 26 Sep 2011: Anfängerfehler
     Katia, die resolute, 180 cm lange, junge, hübsche russische Blondine hat es mit einem Lächeln auf den Lippen geschafft…

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